Donnerstag, 18. August 2016

19. Rycklauf




Noch zweimal trainieren!
(kleinen Finger von der rechten Hand abspreizen)
19. Rycklauf. Freitag, 2.9., 15.00 Uhr, Start neben der "Königin Wilhelmina" (Hafenstr. 41), Jogging, Nordic walking, 8 km auf dem Treidelpfad.  Bitte anmelden unter: info@schwedenkontor.de
Anschließend Hoffest auf dem Hof des Schwedenkontors. Helge Fischers Wildschwein am Spieß, Seemanns Steuerwehr, Lifemusik (60-80 er Jahre) mit "TANZBAR", Preise vom Marktkauf. 
Zum Start und zum Schwedenkontor bitte über ´An den Wurthen´ . (Einfahrt Marienstraße ist wegen Straßenbau gesperrt.)
Herzlich willkommen!
R. Schwenke
Schwedenkontor GmbH
Reisebüro "Skandinavien direkt"
Hafenstr. 41
17489 GREIFSWALD
Tel.: +49-(0)3834-7761701
Mobil: +49 (0)172-9816269

Dienstag, 16. August 2016

Qualitätsjournalismus


Außer der Freude, sicher und geborgen in der Provinz leben zu können, gibt es auch einige Nachteile, die nicht ungenannt und uneingeschätzt bleiben sollen.

Insbesondere der Schatz des Qualitätsjournalismus der Lokalzeitung, der in einem geschätzten Mitglied der Lokalredaktion kulminiert, das

- Informationen aus nichtöffentlichen Gremien publiziert (nicht um der allgemeinen Aufklärung und politischen Transparenz willen, sondern um Individuen schlecht- und fertigzumachen)
- für unwichtige "Skandale", die keine sind, ständig angewendete fertige Textbausteine und
- ein Faible für autoritäre Regime hat

ist schatzglänzend herausragend. Vor allem sprachlich stilprägend ist neben dem bis zum scharenweisen Weglaufen der Leser_innen hochgeschätzte "(die OZ berichtete)" noch eine andere Wendung unter den OZ-Abonnent_innen (die noch übrig sind) beliebt, nämlich das bis zum Erbrechen überstrapazierte "schätzte er ein".

In der heutigen OZ hat der geschätzte Sprachbildungshochleistungsjournalist es geschafft, in zwei nicht allzu langen Artikeln (hier und hier) in einer einzigen Ausgabe die befragten Personen sieben (in Zahlen: 7) Mal einschätzen zu lassen:

- "sie hätten auch keinen finanziellen Schaden durch die Pleite, schätzt Jaap ein"
- "die Geschäftsführerin stellte den Insolvenzantrag zur rechten Zeit, schätzt der Rechtsanwalt ein"
- "in der exzellenten Lage nicht betreiben, schätzt der Insolvenzverwalter ein"
- "Das lasse sich nicht durchsetzen, schätzt Jaap ein"

- "unter all den Schätzen die hier in den Schränken lagern“, schätzt der Biologe Henry Witt ein"
- "Die neuen Professoren standen nicht in der Tradition der alten Institute, schätzt Witt ein"
- "die Bestände in der Zoologie sind heute vergessent [sic! U. R.], schätzt der Biologe ein"

Schätze des Hochleistungsjournalismus, schätzen wir ein.




Montag, 15. August 2016

Nachbereitung eines Wochenendes: Glückliche Provinz!


Ich habe es schon immer gewusst - ich bin privilegiert. Unterschwellig war da so ein Wohlfühlgefühl: Nichts kann mir etwas anhaben, es ist alles eitel Sonnenschein. Die großen Probleme der Welt: die sind woanders, aber nicht da, wo ich bin. Ich verstehe die AfDler nicht: Sie stützen sich auf eine Minderheit krakeelender "besorgter Bürger", statt diejenigen für sich zu gewinnen, die in grpßer Zahl zufrieden dort schon sind, wo die AfDler losgegangen, dringewesen und angekommen sind: in der Provinz...

Zumindest seit dem Studium der wochenendlichen Lokalzeitung weiß ich wieder, dass mir eigentlich nix passieren kann.

Das Bösesete, was auf der Welt geschieht, wird kaschiert: Der kriminelle Akt des Ankerumwerfens wird so dezent in der Zeitung geschildert (die Rechte an dem Foto liegen beim stellvertretenden Ortsratsvorsitzenden), dass niemand erschreckt, beunruhigt oder besorgt wird. Such- und Rätselbild: Was wird auf dem Bild links abgebildet? Wo ist der Anker?

Und dann: Was, diese Probleme der Welt! Was, mangelhafter Besuch auf der zu teuren Weltsozialforumsveranstaltung in Kanada! Was, ungenügender Respekt vor der Nationalhymne bei einem "unserer Athleten"! Was, Korridor aus dem Kessel von Aleppo!

Bei uns in der Provinz ist es eine

Schlagzeile

wert, nicht: wenn ein Parkplatz fertig ist nicht, nicht: wenn es etwas Interessantes zu berichten gibt, nein: wenn der Rückbau der alten Zufahrt eines Parkplatzes beendet ist, und es eine neue Zufahrt gibt bzw. geben wird!

Tu felix provincia!


Wahlprüfsteine





Wahlprüfsteine und Antworten sind hier zu finden.

Sonntag, 7. August 2016