Mittwoch, 30. September 2009

Kabarett auf Rügen





(Anklicken zum Vergrößern!)
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Montag, 28. September 2009

Tigerente




Jetzt müssen wir uns doch tatsächlich noch über Schwarz-Gelb ärgern! Was steht da nicht alles an: Westerwelle als Außenminister (ojeoje), Gesundheitspolitik für Zahnärzte, Ausstieg aus dem Atomausstieg, Verlängerung der Laufzeiten der Schrott-Reaktoren, Steuersenkung für Besserverdienende...

Und das Ganze bei immer weiter sinkenden WählerInnenzahlen.

Politik wird für alle BürgerInnen dieses Landes gemacht. Und die Erde ist eine Scheibe...

Schade, daß die grünen Räder nur an der Tigerente von Janosch sind und nicht in Berlin. Sonst könnten Schwarz und Gelb palavern, und Grüns gäben Richtung und Geschwindigkeit an!

Der Schock von gestern sitzt tief...
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Daburna meint dazu:
"Dann freuen wir uns schonmal auf starke Einschnitte im Sozialbereich, Mehrwertsteuererhöhung, Ausbau der Internetzensur, neue Sicherheitsgesetze, Ausstieg aus dem Atomausstieg, Kürzung der Förderung der erneuerbaren Energien, Einsatz der Bundeswehr im Inneren, lasche Klimaschutzziele und und und. Vielleicht kommt es nun auch endlich in der SPD zu einem Aufwachen, Absägen der jetzigen Spitze und der Rückkehr zur sozialen Gerechtigkeit."

Freitag, 25. September 2009

Soeben erschienen: Greifswalder Beiträge 2009

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Vom Stadtbauamt herausgegeben, ist jetzt das aktuelle Heft der "Greifswalder Beiträge" erschienen (Jg. 3 - Jahresheft). Aus dem Inhalt: Neben Beiträgen über die Geschichte der Universitätsbauten von Dirk Brandt, André Lutze, Felix Schönrock, Torsten Rütz, Hans-Henning Bär und Jörg Ansorge ein Aufsatz über 15 Jahre Innenstadtsanierung von Andreas Hauck, Jens Wilke und Rainer Winkler sowie über Greifswald auf der Europäischen Route der Backsteingotik von Christoph Pienkoss.

Erhältlich beim städtischen Bauamt (wenn man schnell ist).
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Freitag, 18. September 2009

Ab wann und zu welchem Zweck ist man "Einheimischer"? *update*

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Ursprünglicher Post vom 23.6.2009:

Da lebt man nun schon sehr lange, zumindest für die eigene Lebensspanne, an einem Ort, mischt sich dort ein (in Hinsicht auf Kommunalpolitik, Kultur etc.), hat dort Freunde, ein Haus, Lieblingsorte, Stammkneipen, einen Laden (und damit ca. 70 Arbeitsstunden die Woche) und auf absehbare Zeit zunächst einmal nicht den Plan, woanders hinzugehen.

Aber das reicht noch nicht.

In Greifswald wird im Moment erstens über den Namenspatron der Universität, Ernst Moritz Arndt, und seine Befähigung zu eben diesem Amt diskutiert. Im Rahmen dieser vermutlich sowieso nicht rational führbaren Diskussion gibt es dann einige Teilnehmer, die anderen Teilnehmern aufgrund obskurer Gründe die Teilnahme an der Diskussion verweigern oder zuerkennen. Angesichts der Diskussion unter den vagabundierenden Studierenden können nur eingeborene Greifswalder über den Namen der Uni befinden, heißt es - und zwar qua Geburt als Greifswalder. Wie gesagt, ein rationaler Diskurs zu diesem Thema ist sowieso nicht möglich...

Zweitens läuft gleichzeitig auf dem Grünen-Blog eine Diskussion über die personelle Struktur von Fraktion und Kreisvorstand (beide teilerneuert) der Grünen in Greifswald. Es wird penibelst gezählt, wieviele aus dem Westen und wieviele aus dem Osten kommen. Noch immer. 20 Jahre nach der sogenannten Wende. Das läuft darauf hinaus, daß man nicht die Gnade der späten Geburt für sich in Anspruch nehmen kann, wie es der ehemalige Bundeskanzler tat, sondern daß man dafür um Entschuldigung bitten muß, nicht älter zu sein! Auch ich bin "erst" 1992 nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen; die nun mittlerweile 17 Jahre arbeiten, leben und kämpfen zählen nicht, da ich gebürtiger Nicht-Greifswalder bin und in alle Ewigkeiten bleibe.

Mir kommt der Eindruck, daß wir damit wieder bei Ernst Moritz Arndt und seinen Hetzereien gegen die Juden angekommen sind...



*update* von heute, 18.9.2009:

Die Hetze hört noch lange nicht auf. Heute (18.9.2009) stehen zwei Leserbriefe in der OZ:

Warum kein ostdeutsches Mitglied im Grünen-Kreisvorstand?

Christian Weller aus der Gützkower Landstraße schrieb uns zur Lokalausgabe vom 15. September: Eine bemerkenswerte Anzeige fand sich am Mittwoch im Titelfuß der Greifswalder OZ wieder.

Dr. Klaus-Peter Last, bekannter Mitstreiter aus der ehemaligen Bürgerbewegung in der damaligen DDR, merkt unter der Überschrift „Bündnis 90 — Die Grünen“ an „Es wuchs zusammen, was nicht zusammen gehört.“ Wie Recht Dr. Last allein schon mit Blick auf Greifswald hat, erkennt man, wenn man sich die Zusammensetzung des Kreisvorstandes der hiesigen Bündnisgrünen ansieht. Dort findet sich kein einziges ostdeutsches Mitglied mehr im Kreisvorstand wieder und in der Fraktion sind die ehemaligen Bündnis 90-Leute Mangelware. Aber Greifswald ist kein Einzelfall, wie der Blick auf die Spitze des Bundesvorstandes und die Spitzenkandidaten dieser Partei beweisen. Trittin, Roth, Özdemir, Künast; kein einziger Vertreter aus dem Osten dabei. Aber nicht nur personell, sondern auch inhaltlich gibt es eine Distanzierung zu den Werten der ehemaligen Bürgerbewegung „Bündnis 90“. So verhandeln in Thüringen die Grünen munter mit der Linkspartei über die Bildung einer rot-rot-grünen Landesregierung.

Im Saarland geben die Grünen bekannt, nicht vor der Bundestagswahl mit den Linken über die Bildung einer Landesregierung zu verhandeln. Und in Greifswald runden die Grünen dieses Bild ihrerseits ab, indem sie offen mit Einzelmitglied Heiden in einer Zählgemeinschaft agieren. Allein mit dem Ziel, ihre Sitzzahl in Gremien der Bürgerschaft zu erhöhen.



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Mein Leserbrief von heute morgen, ist auch schon online:

Artikel: Warum kein ostdeutsches Mitglied im Grünen-Kreisvorstand?
Antwort: Weil Quoten-Ossis nicht nötig sind!
Bei den Greifswalder Grünen gibt es die Kategorien "Ossi" und "Wessi" nicht, nach denen der Leserbriefschreiber sein Leben einzuteilen scheint. Wenn er feststellt, daß heute kein Quoten-Ossi mehr im Vorstand der Grünen ist, so hat er recht. Es liegt daran, daß eine solche Quotierung entwürdigend ist. Der Vorstand ist aufgrund der zur Wahl stehenden Personen zustande gekommen, nicht nach dem Scheuklappen-System Ossi oder Wessi. Der nächste Vorstand kann, und da wird sich der Verfasser des Leserbriefes sicherlich nicht zu Wort melden, zu 100 % aus Ossis bestehen - nur ist dieses Faktum unerheblich und nur für die vor 20 Jahren Stehengebliebenen wie den Verfasser des Leserbriefes wichtig. Ich lebe seit 1992 in MV, seit 1994 in Greifswald. Ich habe hier Haus, Geschäft, FreundInnen, und engagiere mich für meine Heimat (!). Was muß ich noch tun, um nicht immer den Anwürfen der Ewig-Gestrigen ausgesetzt zu sein?
schreibt Ulrich Rose aus Greifswald

Mein Lieblingsbuchladen in Hamburg

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Im Antiquariats-Anzeiger erschien heute folgender Artikel:

Felix Jud: Bücherstube – Ein Hamburger Kleinod für die Literatur


Im Hamburger Abendblatt erscheint heute ein sehr schöner Artikel von Nataly Bombeck über die Bücherstube Felix Jud.

Wilfried Weber, der die Bücherstube mit integriertem Antiquariat seit 1972 leitet, sieht sein Geschäft als “geistigen Raum für Sammler (meist Männer) und Leser (mehrheitlich Frauen) und für den intellektuellen Austausch.”

Eine große Anzahl gerade prominenter Stammkunden scheinen diese Sicht sehr zu schätzen. So heißt es im Artikel:

“Und kaum ein Hamburger, der Wert auf anspruchsvolle und besondere Literatur legt, der nicht schon einmal in der Hamburger Bücherstube Felix Jud am Neuen Wall 13 in den wunderschönen Kirschholzregalen das passende Buch gefunden hat.”

Hier gehts zum Artikel


Internetseite der Bücherstube Felix Jud
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Dienstag, 15. September 2009

Kulturnacht im Falladahaus


Auch das Falladahaus ist in der Kulturnacht geöffnet. Studenten des Studienkollegs Greifswald stellen Gedichte ihrer Heimat vor - in ihren Muttersprachen (Chinesisch, Arabisch und Ukrainisch) und auf Deutsch.
Kommen Sie vorbei, wenn Sie Lust auf Poesie haben. Bei uns kann man außerdem ein Glas trinken, mit netten Leuten reden, unsere Falladaausstellung besichtigen oder auch selber dichten: wie wärs mit Kühlschrankpoesie auf Falladas Gefängnistür?
Freitag, 18.9. ab 20 Uhr. Eintritt frei

Finissage während der Kulturnacht

Sonntag, 13. September 2009

Greifswalder Kulturnacht 2009!



Am kommenden Freitag, dem 18. September, findet die 7. Greifswalder Kulturnacht statt mit, laut Programmheft, 32 Veranstaltungen. Hier ist das komplette Programmheft als PDF.

In der Steinbeckerstraße 20, im Antiquariat Rose, bekommt Ihr Russisches gelesen: Die besten Stellen aus den Publikationen Petersburger Literatur: Viktor Jerofejews "Russische Apokalypse", Oleg Jurjews "Die russische Fracht" und - der Klassiker - Wenedikt Jerofejews "Die Reise nach Petuschki". Titel der Veranstaltung ist "Reise durch Rußland und die Ostsee". Beginn ist 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Da Passagenweise gelesen wird, ist ein jederzeitiges Hinzukommen möglich! Die Tür des Ladens wird erst geschlossen, wenn keine ZuhörerIn mehr da ist (oder es von Nikolai zwölf schlägt)... Wer Russisches zu essen oder zu trinken mitbringt, ist natürlich gern gesehen!

Aus folgenden Büchern, die hier auf dem Blog auch schon besprochen wurden (unten auf das Label "rußland" klicken!), wird gelesen:



Montag, 7. September 2009

3. Textrabatt in Stralsund

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3.tEXTRAbatt.


die lesebühne im speicher katharinenberg 35 in stralsund.


morgen dienstag 8.9.2009 um 19 uhr.


odile endres irmgard senf und silke peters begrüßen gunther lampe und ines baumgartl als gäste



die sonnenmacher führen durch die austellung des skizzenfestivals 2009
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Sonntag, 6. September 2009

Die Sache mit dem Gedächtnis

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Die Sache mit dem Gedächtnis.

Die Spuren, die Menschen in uns hinterlassen...

Mitteilung an die Instanzen, die mich als Zeugen vor Gericht laden könnten: Erinnern ist nicht meine Stärke. Mein Gedächtnis brütet zerklepperte Eier aus. Noch meine frischesten Erinnerungen sind schattenhaft; ich habe x-mal im Leben dasselbe Bild im selben Museum oder dieselbe Landschaft hinter derselben Kurve entdeckt, als sei es das erste Mal; kaum erlebt, verschwinden die Geschehnisse von meiner Bildfläche, versacken die gelesenen Seiten, die gesehenen Filme, die getrunkenen Weine, man könnte meinen, ein wachsames Vergessen sorge bei mir für einen gleichbleibenden Pegel an Unbildung. Gesichter und Namen verflüchtigen sich allzu rasch; meine Mitmenschen hinterlassen in mir einen zugleich vagen und tiefen Eindruck, wie eine Tätowierung mit verwässerter Tinte. Die Verletzlichsten leiden darunter, versteht sich, werfen mir Gleichgültigkiet und Egoismus vor... Was kann ich erwidern? Helft mir, mein Auto wiederzufinden, das ich Gott weiß wo abgestellt habe, klaubt aus den Fältelungen meines Gehirns die mir entfallene PIN-Nummer meiner Kreditkarte heraus.

Ein erbärmliches Gedächtnis also, unstabile Gegenwart in der Welt, und so verbietet sich mir ein Leben als Zeuge. Daher wahrscheinlich meine Leidenschaft für den Roman: Die Einbildungskraft, der es nach Erinnerungen dürstet, versucht hartnäckig, das Leben anhand von Rohskizzen neu zusamenzusetzen.

(Daniel Pennac: Der Diktator und die Hängematte, in der Übersetzung von Eveline Passet)

Dienstag, 1. September 2009

Twitternde Antiquare

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Im FAZ.net findet sich ein Artikel von Björn Biester über twitternde Antiquare.


Abbildung aus FAZ.net