Montag, 30. November 2009

Buchausstellung im Antiquariat

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Am Samstag fand in meinem Geschäft eine Ausstellung regionalhistorischer Literatur, produziert durch polnische Verlage, statt. Grzegorz Czarnecki gab die Einführung, Agata Wisniewska übersetzte.
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Sonntag, 29. November 2009

Winterauktion in Rostock

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Ob es im Grunewald (außer aus folkloristischen Gründen) noch Holzauktionen gibt, weiß ich nicht. In Rostock jedenfalls fand bei Albert & Emile die zweite Kunstauktion des Kreises statt, der aus dem Medea-Projekt entstanden ist. Ich hatte die Einladung bereits hier gepostet.



Gestern, Sonntag, war es dann so weit. Kurz vor fünf ging es los; zunächst gab es Jazz mit Jacqueline Boulanger (Gesang) und Robert Nersessov (Klavier).



Danach ging es dann an die Kunstwerke: Ich durfte den Auktionator geben und brachte einige Objekte an die Frau und den Mann.



Schließlich gab es noch Ulrikes Lieblingssuppe, gekocht von Frank - während Jacqueline und Robert Edith-Piaf-Chansons vortrugen.



Eine sehr schöne Veranstaltung - es seien schon einmal alle zur nächsten Auktion eingeladen!

Hier ein paar Impressionen:



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Donnerstag, 26. November 2009

Greifswald: AJZ-Abriß

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Das Alternative Jugendzentrum (AJZ) wurde hinausgeworfen, weil die Eigentümerin es einer Sanierung im Wege stehen sah. Das war im Jahr 2000.

Jetzt wird das Haus abgerissen.

Weder gibt es ein AJZ noch ein saniertes Haus. Trau, schau wem!

Das untige Video stammt aus dem Blog-Post von Heiko Lange, den ich sehr zur Lektüre empfehle:



Außerdem berichtet der Fleischervorstadt-Blog über den Abriß und die Geschichte des AJZ. Auch hier gibt es eine filmische Dokumentation des Abrisses:

Montag, 23. November 2009

David Mevius in Wismar und Greifswald

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Per E-Mail erreichte mich ein Brief von Nils Jörn aus Wismar, den ich hiermit gerne weiterleite (unter besonderem Hinweis auf das Aula-Konzert in der Aula der Universität Greifswald am 4.12.09):

Liebe Freunde und Kollegen,
in den vergangenen Jahren haben Sie auf vielfältige Weise dazu beigetragen, daß aus einem riesigen verstaubten Stück Holz, das unbeachtet in der Wismarer Nikolaikirche hing, wieder eines der größten, schönsten und kunsthistorisch wertvollsten Grabdenkmäler Europas geworden ist.

Die Spinnweben sind schon lange entfernt, die 1,5 t Eiche sind gereinigt, die zahlreichen Fehlstellen in den Skulpturen und in der Schrifttafel ergänzt, vom Porträt wurde eine Kopie angefertigt und eingesetzt - das Epitaph für David Mevius kann pünktlich zu seinem 400. Geburtstag am 06.12. in der Nikolaikirche im Rahmen eines Festgottesdienstes übergeben werden! Momentan arbeiten Restaurator Andreas Mieth und eine Kollegin mit Hochdruck daran, die Arbeiten abzuschließen, damit das Werk angemessen präsentiert werden kann. Vielleicht schauen Sie einmal auf unsere Internetseite, auf dem der Fortschritt der Arbeiten dokumentiert ist.

Ehrlich gesagt habe ich angesichts der auf 100.000 € angewachsenen Kosten zwischenzeitlich nicht daran geglaubt, daß dieses Projekt innerhalb von 5 Jahren realisiert werden könnte. Aber zwei Großspenden und viele Weihnachtskarten, Bücher, Eintrittsgelder zu Konzerten, Honorare für Vorträge etc. haben dafür gesorgt, daß wir den großen, runden Geburtstag angemessen begehen können. Kurz und gut: Ich danke Ihnen allen sehr herzlich für Ihre Spenden, für Ihre Teilnahme an Konzerten und die Zahlung von Vortragshonoraren, die dieses kleine Wunder möglich gemacht haben. Und ich lade Sie natürlich ein, sich anzusehen, was wir gemeinsam erreicht haben.

Am 06.12. werden Restaurator Andreas Mieth und ich im Anschluß an den um 10:00 Uhr in der Winterkirche von St. Nikolai, Wismar beginnenden Festgottesdienst zum 400. Geburtstag von David Mevius das Epitaph präsentieren, bereits am 04.12. wird in der Greifswalder Aula ein sehr schönes Konzert mit einem belgischen Klaviertrio stattfinden, in dem auch zwei Nachfahren von David Mevius mitwirken und das Werke von Chopin, Beethoven und Schostakovitch spielen wird. Diese beiden Veranstaltungen bilden den Rahmen für die 5. Tagung der Mevius-Gesellschaft, deren Programm hier zu finden ist und zu der ich Sie ebenfalls herzlich einlade.

Und natürlich gibt es auch in diesem Jahr wieder Weihnachtskarten, ich hänge Ihnen die Motive noch einmal an und würde Sie bitten, uns noch einmal auf diesem Wege zu unterstützen. Denn noch ist die Restaurierung nicht vollständig bezahlt, ein knappes Zehntel der Summe muß noch zusammengestottert werden. Nach allem, was wir bisher geschafft haben, bin ich aber optimistisch, daß uns dies gelingen wird. Ich bin auch optimistisch, daß unsere 09er Karte in der kommenden Woche rechtzeitig aus der Druckerei kommt. Sie zeigt ein weiteres restauriertes Detail des Epitaphs, Temperantia, die Mäßigung.

Nochmals vielen Dank an Sie, eine schöne Adventszeit und hoffentlich bis bald auf den Spuren von David Mevius!

Ihr Nils Jörn
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Sonntag, 22. November 2009

Green Avantgarde - Mode in Stralsund




Karl Rainer von der Ahé hatte zur Modenschau eingeladen, und wir sind hingefahren. Sie fand gestern, Samstag, in der "Walhalle" des Ozeaneums in Stralsund statt.

Bei der Kombination von "Grün" und "Mode-Avantgarde" denkt man zunächst an die verschiedenen Lila-Abstufungen der Latzhose oder die Fabkombinationen der aus Wollresten selbst (vorzugsweise während akademischer Veranstaltungen) gestrickten Strümpfe.

Ob und wie anders das sein kann, wollten wir uns in Stralsund ansehen. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Es geht, und es geht gut!





Von der Ahé, der auch der Initiator von "Heringsdorf goes Fashion", und, etwas länger zurückliegend, der MV-Werbekampagne mit Jule ist, erläutert das Konzept einer ökologisch orientierten, am Product Life Cycle und an der Idee der Nachhaltigkeit ausgerichteten Mode-Avantgarde folgendermaßen:

DIE VERANSTALTUNG "GREEN AVANTGARDE"

Die Neue Avantgarde ist Grün.
Wenn die Spatzen es von den Dächern pfeifen, dass Nachhaltigkeit das Stichwort der Zukunft ist, dass wir nachhaltig produzieren, konsumieren, lernen und leben sollen, dann ist das Thema zum Mainstream geworden.
Wenn Discounter „grüne“ Lebensmittel anbieten und Hersteller von Edelfahrzeugen Hybrid-Varianten, dann spätestens geht die Diskussion nicht mehr um die Akzeptanz der Nachhaltigkeit im öffentlichen Raum, sondern um die Durchsetzung von Standards und Zertifizierungen, welche die Thematik der Nachhaltigkeit zum tatsächlichen Umbau der Wirtschaftsweise der modernen Gesellschaften bringen.

Darum geht es uns mit dem Projekt der GREEN AVANTGARDE.
Beispielhaft werden wir zeigen, dass Mode sozial verträglich produziert werden kann, dass man auf lange Transportwege der Waren verzichten kann, dass man fairen Handel treiben kann, auf genmanipulierte Baumwolle verzichten kann, Giftstoffe aus der Bekleidung verbannen kann und nur tierschutzgerechte tierische Grundstoffe nutzen kann und trotzdem oder gerade deshalb Mode machen kann.

Mode ganz im Sinne der Avantgarde der Modeszene.
Trends aufnehmen, Trends setzen, Trends umsetzen.
Die nachhaltige, „grüne“ Produktion von Bekleidung muss in keiner Weise auf diesen Anspruch verzichten. Sie ist modern!
Wir behaupten, dass der „grüne“ Inhalt einen erheblichen Einfluss auf die Schaffung formaler Trends hat und zunehmend haben wird.

GREEN AVANTGARDE zeigt die konsequenten, „grünen“ Kollektionen, die sowohl ethischen wie auch ästhetischen Ansprüchen definitiv genügen.

Die GREEN AVANTGARDE bestärkt und kommuniziert die Relevanz einer ethischen Produktion von Mode und macht deutlich, dass das, was wir auf der Haut tragen in ganz besonderer Weise den oben genannten Voraussetzungen entsprechen sollte.

Partner der Veranstaltung ist die Umweltorganisation GREENPEACE.





Ein privates Wort sei mir am Schluß und im Nachhinein gestattet: Für meine Mitmänner muß ich mich fremdschämen - was Haltung, Aussehen und Kleidung betrifft!
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Mittwoch, 18. November 2009

Theater in Greifswald, Stralsund, Putbus, Neubrandenburg und Neustrelitz

Beim Treffen der Männer-Riege der CDU-Bürgermeister des von Minister Henry Tesch (ebenfalls CDU) vorgesehenen Kulturraums II - vertreten waren Dr. Arthur König (Greifswald, CDU), Dr. Alexander Badrow (Stralsund, CDU), Dr. Paul Krüger (Neubrandenburg, CDU) und Heiko Kärger (Mecklenburg-Strelitz, CDU) - machten die CDU-Herren eine tiefe Verbeugung vor ihrem CDU-Minister und beschlossen, das zu tun, was er will: Weniger Theater für die Region. Mehr dazu hier.

Die Landrätin von Rügen, Kerstin Kassner, Gesellschafterin der Theater Vorpommern GmbH, war ausgeschlossen - erstens eine Frau, zweitens in der falschen Partei.

Ebenfalls ausgeschlossen: die Bürgerschaften bzw. Kommunalparlamente der Städte und Landkreise.

Dürfen wir das unter repräsentativer Demokratie verstehen: Wenn's um die Pfründe geht, machen wir's ohne die BürgerInnen?



Copyright: www.stickyjam.de. Im Vertrieb von modern times (www.postkarten.de). Die Karte ist erhältlich z. B. bei "Bonny & Kleid", Greifswald, Steinbeckerstraße 21
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Dienstag, 17. November 2009

Martha Müller-Grählert, Heimatpoetin aus Barth in Vorpommern

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Der Verlag Adolf Dahlfeld Erben in Barth hat es auf sich genommen, die nur schwer erreichbaren Werke der Barther Heimatdichterin Martha Müller-Grählert neu herauszugeben:

Montag, 16. November 2009

Silke Peters, Stralsund



Textenet veröffentlicht Texte und Tonaufnahmen der Stralsunder Autorin Silke Peters (die am Sonnabend den 2. Feldkircher Lyrikpreis gewonnen hat). Hier der Beitrag:

Vita

Silke Peters. 1967 geboren in Rostock. Diplomlehrerin für Mathematik und Geographie. Arbeit als Lehrerin sowie in Naturschutz- und Kunstprojekten

Schreibversuche seit 1998. Veröffentlichungen und Lesungen seit 2000. „Wassernüsse vermisst“ erscheint beim Greifswalder Verlag Wiecker Bote. ndl, Pommersches Jahrbuch für Literatur und Risse drucken Gedichte und Interviews. 2002 bis 2004 Mitarbeit als Lektorin bei der Zeitschrift und dem Verlag Wiecker Bote. Mitherausgabe von Texten der Künstler Angelika Janz und Richard Anders. Regelmäßige Publikationen in der Zeitschrift „außerdem“ München. Organisation von Lesungen

2004 Beginn der Zusammenarbeit mit bildenden Künstlerinnen. Texte für Künstlerbücher, Kataloge und Ausstellungseröffnungen. 2006 Teilnahme am Künstlerinnenprojekt „Medea“. 2007 Konzeption der Ausstellung „Mutterverrat“ im Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus Greifswald mit der Künstlerinnengruppe „Medea“. Porträttexte für die beteiligten Künstlerinnen. Arbeit und Fertigstellung des großflächigen Textildrucks „Parnassias Herzblattstörung“

2008 erscheint das zweite Gedichtheft unter dem Namen „Parnassia“ beim Verlag Wiecker Bote. Einladung zum Christine-Lavant-Preis in Wolfsberg/Österreich. Organisation von Kunstauktionen für die Kunstkooperative/Medeagruppe

2009 Gründung der Autorinnengruppe „Textrabatt“ und Aufbau einer Lesebühne in Stralsund unter gleichem Namen. Mitarbeit und Organisation von verschiedenen Kunstprojekten in Mecklenburg-Vorpommern.


Auf der genannten Seite gibt es auch Hörproben.


Donnerstag, 12. November 2009

Von Menschen und Mäusen

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Hubert Schwarz lädt zur Ausstellungseröffnung:




(Anklicken zum Vergrößern; danach die Rücktaste des Browsers betätigen)
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Blogs für Bäume

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Heute erreichte mich eine E-Mail:


Hallo Ulrich,
super, dass du unsere "Mach deinen Blog CO2-neutral"-Aktion unterstützt! Seit die ersten Bäume gepflanzt wurden hat sich einiges getan. Nachdem im Sommer das Gelände im Oberharz eingezäunt wurde, um den jungen Ahorn vor Wildverbiss zu schützen, werden die Zöglinge seit Herbstanfang regelmäßig gehegt und gepflegt. Hier kannst du dir ein paar Bilder ansehen wie dein Bäumchen die ersten bunten Blätter bekommt und findest ein kleines News Update.
Hunderte weitere Blogger haben bisher an der "Mach deinen Blog CO2-neutral"- Aktion teilgenommen und wir sind stolz darauf berichten zu dürfen, dass wir schon einen kleinen Wald pflanzen konnten!
Ein paar Bäume suchen aber noch nach einem Paten. Wenn du jemanden kennst, der einen Blog oder eine Webseite besitzt, freuen wir uns darauf auch diese CO2 neutral zu machen.

Beste Grüße aus Berlin,

Fabian vom "Mach's grün!"-Team

Mittwoch, 11. November 2009

Einladung von Piet nach Bugewitz

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Liebe Freundinnen und Freunde des kulturvereins weitblick e.V.,
in dieser Woche steht uns eine einzigartige kulturelle Begegnung ins Haus.

Am Freitag, den 13. November um 20 Uhr ist das Ensemble HOSOO & TRANSMONGOLIA auf vielfachen Wunsch live im Gasthaus Zum Mühlengraben zu erleben.



Mongolei: Das Steppenland in Zentralasien steht für die unberührte Natur, das Nomadenleben, die Jurten aus Filz, die schier endlose Weite der Steppe, die Wüste Gobi, das Altai-Gebirge. Von hier kommen Hossoo und sein Ensemble Transmongolia. Die fünf Musiker sind wahre Meister des Kehlkopfgesangs und der alten Weisen der Mongolen.

Wie sehr die umherziehende Nomaden, ihre Schafherden, die Pferde und Kamele, die Winde und Wolken, die Berge und Gräser mit Musik und Gesang verbunden sind, zeigen Hosoo & Transmongolia auf sehr lebendiger Art und Weise. Denn Musik ist dort noch Teil des Lebens und Ausdruck freudvoll – ehrerbietiger Lebensfreude.

Die Musiker und Sänger des Ensembles Hosoo Transmongolia stammen alle aus den Bergen des Altai-Gebirges in der Westmongolei. Alle Künstler sind nicht nur hervorragend im Kehlkopfgesang, sondern spielen ebenso gut auch begleitend dazu ihre Instrumente: die Pferdekopfgeige, das traditionelle mongolische Streichinstrument, die Bassgeige, die mongolische Oboe und andere westmongolische Zupf- und Streichinstrumente. Hosoo wurde mehrfach zum besten Sänger seines Landes gewählt.

Uns erwartet eine musikalische Reise ins unendlich weite Grasland, wo Mensch und Kamel miteinender weinen. Hosoo & Transmongolia geben der Natur eine Stimme und bringt die Weiten der Steppe in den Konzertsaal.

Dieses besondere Konzerterlebnis führt die Mongolischen Virtuosen erstmals aus den Weiten der heimischen Steppe in die weite Landschaft Ostvorpommerns. Statt wie gewohnt in einem Konzertsaal oder einer Kirche gastieren sie in einem Dorfsaal vor Bauern und Hirten, Menschen aus Nah und Fern - eine spannende interkulturelle Begegnung ist zu erwarten. Lasst Euch das nicht entgehen!

mehr hier



Karten gibt es in der Friedrich-Wagner-Buchhandlung Ueckermünde, via Tel. 039771-54626 und an der Abendkasse. Alle Menschen bis zu 14 Jahren haben freien Eintritt, von 15-18 gibt es eine Ermäßigung.

Mit Bitte um Weiterverbreitung und herzlicher Einladung

kulturverein weitblick e.v. und auch hier
Büro: Ueckerstr.79 17373 Ueckermünde
Tel. 039771-54626
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Winterauktion in Rostock



(Zum Vergrößern auf das Bild klicken, danach die Rücktaste des Browsers betätigen. An den Knickspuren zeigt sich, daß es sich um den Scan eines Originalplakates handelt!)
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filmkunstfest M-V on TOUR: Michael Verhoeven in der Medienwerkstatt des CDFI

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Im Rahmen der Reihe "Kunst im Dialog" zeigt das filmkunstfest M-V on TOUR am Mittwoch, den 25. November ab 19.30 Uhr im Caspar-David-Friedrich-Institut der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald (CDFI) den Dokumentarfilm "Menschliches Versagen" (D 2008/ 91‘) von Michael Verhoeven. Der Regisseur wird an diesem Abend selbst zu Gast sein.

Der renommierte Autor und Regisseur Michael Verhoeven, dessen Filme immer wieder um den Nationalsozialismus kreisen, untersucht in „Menschliches Versagen“ die so genannte „Arisierung“ von jüdischem Eigentum und Vermögen, die vollständige Ausraubung der jüdischen Bevölkerung - die nach dem Krieg durch Rückerstattung oder Schadensersatz nur zu einem geringen Prozentsatz wieder „gut“ gemacht worden ist. Anhand der konkreten Geschichten von Betroffenen geht Verhoeven daran, den Vorgang der Ausgrenzung, Entrechtung, Enteignung und schließlich Deportation der jüdischen Mitbürger aufzuzeigen und wirft die beunruhigende und bis heute beschämende Frage auf, in welchem Ausmaß die zivile Bevölkerung in Nazi-Deutschland zum Profiteur der systematischen Beraubung der jüdischen Bevölkerung geworden ist. Im Juli 2009 erhielt Michael Verhoeven für "Menschliches Versagen" den Avner Shalev Yad Vashem Chairman's Award auf dem Jerusalem International Film Festival.

Das anschließende Filmgespräch mit Michael Verhoeven führt Prof. Michael Soltau (Lehrstuhl für Bildende Kunst, visuelle Medien und ihre Didaktik an der Universität Greifswald). Das filmkunstfest M-V on TOUR wird durch die Filmland M-V gGmbH veranstaltet. Der Eintritt beträgt 10,- Euro.


25.11.2009
19:30
Medienwerkstatt CDFI
Bahnhofstr. 50
17489 Greifswald

Eintritt € 10,-



Foto: Die Münchener Kochschule Schwarz bildete 1938/39 jüdische Deutsche zu Kellnern, Köchen und Metzgern aus und verhalf ihnen damit zur Migration in die USA und andere Staaten (Filmstill aus „Menschliches Versagen”).

Montag, 9. November 2009

Neulich in Greifswald...

Im Advent 2008 trafen sich alle weihnachtlichen Nesthocker zur saisonverlängernden Maßnahme "Feuchte Flügel" im Antiquariat. In den Jahren zuvor waren es die "Engelszungen", der "Zimmerbrand" und ähnliche Events, die die Vorweihnachtszeit einigermaßen erträglich gestalteten.

Auch für 2009 kündigt sich so etwas an: Die Wolpertinger wispern vom "Fellwechsel" Mitte Dezember...

Sonntag, 8. November 2009

Lieferant der Universität Greifswald

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Claudia Sperlich berichtet in Ihrem "Kalliope"-Blog über Samuel Sellfisch, Verleger in Wittenberg, der der erste feste Lieferant der Bibliothek der Universität Greifswald war.


(Bild: Kalliope)
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Donnerstag, 5. November 2009

Der Vorstand der "Hebebühne" in der Stadthalle in Greifswald

Der Vorstand des Theaterfördervereins "Hebebühne" durfte, einen Monat vor Fertigstellung, einen Blick in die Greifswalder Stadthalle werfen. Hier ein paar Impressionen:

Montag, 2. November 2009

LdI - Lexikon der Illustrationen

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Aus München ist wieder ein neuer Ordner mit einer Loseblattsammlung eingetrudelt, ein neues Abo ist abgeschlossen - neben dem KLG und dem KLfG nun auch das LdI: Das Lexikon der Illustration im deutschsprachigen Raum seit 1945.

Stiftung Illustration (Hg.)
Lexikon der Illustration im deutschsprachigen Raum seit 1945 (LdI)
Redaktion: Helmut Kronthaler
Bildredaktion: Gabriele Schröder
edition Text + kritik im Richard Boorberg Verlag GmbH & Co KG,
München 2009
ISBN 978-3-86916-024-5
€ 95,00



"Das Lexikon versammelt monografisch angelegte Texte über Künstlerinnen und Künstler, die in den vergangenen 50 Jahren wesentliche Beiträge zur Buchillustration geleistet haben. [...] Nicht die Nationalität ist für die Aufnahme ausschlaggebend, sondern ausschließlich die Bedeutung und Präsenz auf dem deutschsprachigen Buchmarkt." (Aus dem Vorwort)

Wie vom KLG gewohnt, handelt es sich um AutorInnenartikel, an deren Anfang eine stichpunktartige Vita steht. Ihr folgt ein "Artikel in essayistischer Form" über die IllustratorIn. Die bibliographischen Teile A-D bringen dann das Werk- und Ausstellungsverzeichnis, ausgewählte Sekundärliteratur und Bildzitate.

Jährlich sollen, laut Verlag, etwa zehn IllustratorInnen nachgeliefert werden. Das Grundwerk umfaß jetzt (Stand: 9/09) 30 IllustratorInnen, u. a. Rotraud Susanne Berner, Klaus Ensikat, Jacky Gleich, Egbert Herfurth, Marie Marcks, Chlodwig Poth, Elizabeth Shaw, Friedrich Karl Waechter.

Zur Aktualität: Im Ausstellungsverzeichnis von Jacky Gleich wird auch die Ausstellung im Koeppenhaus erwähnt, an die ich mich noch sehr gut erinnern kann, weil sie noch nicht lange her ist... Um bei dieser Illustratorin zu bleiben: Der Bildteil zeigt eine schöne und signifikante Auswahl von Arbeiten von 1995 bis 2007.

Wie bei allen diesen Autoren-Lexika ist die Qualität der einzelnen Artikel natürlich stark vom Engagement der AutorInnen abhängig. Aber da sie alle deutlich namentlich gezeichnet sind, wird es sich wohl niemand leisten können, nicht auf dem aktuellen Stand zu sein.

Ein, wie ich das bisher sehe, ausgeprochen brauchbares Arbeitsinstrument.

Verdamp lang her

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Heute war eine Dame von der IHK Greifswald im Laden und brachte mir einen Strauß Blumen und eine Urkunde im schweren Alurahmen.

Ich war gerührt.

Da hat sich das jahrelange Beitragzahlen doch gelohnt...
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Lexikon der Exlibriskünstler

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Was erwartet man, wenn man ein Lexikon aufschlägt? Eigentlich doch erklärende Artikel zu Lemmata, die in der Regel alphabetisch sortiert sind. Dies können Personen, Gegenstände, Begriffe oder eine Mischung aus allem sein.

Als Book on Demand ("Nur Festbestellungen!" - ich weiß jetzt, warum...) ist erschienen:

Manfred Neureiter (Hrsg.)
Lexikon der Exlibriskünstler
1. Auflage 2009
500 S. Taschenbuch ca. 21x29,7 cm 1402 g
Pro BUSINESS Verlag
ISBN: 978-3-86805-462-0
Preis: 98.50EUR incl. Versand (Deutschland)
(Angaben des Verlags)



Also ein "Taschenbuch" (gemeint ist vermutlich: ein kartoniertes Buch), zufälligerweise genau DIN A4-groß und knapp 1,5 kg schwer. Es wellt sich, wie immer, wenn Kopierpapier an der Längsseite geklebt wird und der Buchbinder keine Ahnung hat von der Laufrichtung.

Vor der Bestellung hätte ich noch die von Björn Biester angekündigte Besprechung in "Aus dem Antiquariat" abwarten oder mir (wo auch immer) die erste Ausgabe dieses Werkes anschauen sollen.

Schlägt man die aktuelle Ausgabe auf, wird man erschlagen: Typographisch unendlich reizvoll ist eine 496 Seiten lange Tabelle, nur unterbrochen vom Seitenende und gelegentlichen Großbuchstaben (vermutlich: Times New Roman, 72p), noch dazu mit jeweils gerahmten Feldern, abgedruckt. In alphabetischer Folge aufgelistet Namen, Namen, Namen. Danach: Geburtsdaten. Mal detailliert (bis zum Tag), mal nur Jahresangaben. Hin und wieder ein Geburts-, bei Gelegenheit auch ein Sterbeort. Dazu die Nationalität, schließlich die "überwiegende" Tätigkeit (z. B. Aquarellist = Aquarellmaler, erläutert uns das Abkürzungsverzeichnis). Das war's. Vielen Dank, das Buch schicke ich gleich zurück - trotz "Festbestellung"!

Auf der Verlagshomepage darf der Autor zu seinem Taschenbuch sagen: "Bei all meinen Recherchen zeigte sich immer wieder, dass viele Lebensdaten der Exlibris-Schaffenden unvollständig oder gar falsch sind oder sich widersprechen. All diese Daten wurden in das Lexikon eingearbeitet und mit einem Fragezeichen versehen, wohl wissend, dass auch diese anderen Daten falsch sein können. Es gibt kein Lexikon, das nicht mit Fehlern behaftet ist, gleichwohl kann Niemand auf Lexika verzichten. Die 1. Ausgabe des Lexikons, das mittlerweile vergriffen ist, beinhaltete circa 8000 Datensätze, die 2. Auflage umfasst mehr als 22.000 Eintragungen, woraus ersichtlich ist, dass umfangreiche Arbeit geleistet wurde."

Dem ist nichts hinzuzufügen.
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