Montag, 2. November 2009

Lexikon der Exlibriskünstler

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Was erwartet man, wenn man ein Lexikon aufschlägt? Eigentlich doch erklärende Artikel zu Lemmata, die in der Regel alphabetisch sortiert sind. Dies können Personen, Gegenstände, Begriffe oder eine Mischung aus allem sein.

Als Book on Demand ("Nur Festbestellungen!" - ich weiß jetzt, warum...) ist erschienen:

Manfred Neureiter (Hrsg.)
Lexikon der Exlibriskünstler
1. Auflage 2009
500 S. Taschenbuch ca. 21x29,7 cm 1402 g
Pro BUSINESS Verlag
ISBN: 978-3-86805-462-0
Preis: 98.50EUR incl. Versand (Deutschland)
(Angaben des Verlags)



Also ein "Taschenbuch" (gemeint ist vermutlich: ein kartoniertes Buch), zufälligerweise genau DIN A4-groß und knapp 1,5 kg schwer. Es wellt sich, wie immer, wenn Kopierpapier an der Längsseite geklebt wird und der Buchbinder keine Ahnung hat von der Laufrichtung.

Vor der Bestellung hätte ich noch die von Björn Biester angekündigte Besprechung in "Aus dem Antiquariat" abwarten oder mir (wo auch immer) die erste Ausgabe dieses Werkes anschauen sollen.

Schlägt man die aktuelle Ausgabe auf, wird man erschlagen: Typographisch unendlich reizvoll ist eine 496 Seiten lange Tabelle, nur unterbrochen vom Seitenende und gelegentlichen Großbuchstaben (vermutlich: Times New Roman, 72p), noch dazu mit jeweils gerahmten Feldern, abgedruckt. In alphabetischer Folge aufgelistet Namen, Namen, Namen. Danach: Geburtsdaten. Mal detailliert (bis zum Tag), mal nur Jahresangaben. Hin und wieder ein Geburts-, bei Gelegenheit auch ein Sterbeort. Dazu die Nationalität, schließlich die "überwiegende" Tätigkeit (z. B. Aquarellist = Aquarellmaler, erläutert uns das Abkürzungsverzeichnis). Das war's. Vielen Dank, das Buch schicke ich gleich zurück - trotz "Festbestellung"!

Auf der Verlagshomepage darf der Autor zu seinem Taschenbuch sagen: "Bei all meinen Recherchen zeigte sich immer wieder, dass viele Lebensdaten der Exlibris-Schaffenden unvollständig oder gar falsch sind oder sich widersprechen. All diese Daten wurden in das Lexikon eingearbeitet und mit einem Fragezeichen versehen, wohl wissend, dass auch diese anderen Daten falsch sein können. Es gibt kein Lexikon, das nicht mit Fehlern behaftet ist, gleichwohl kann Niemand auf Lexika verzichten. Die 1. Ausgabe des Lexikons, das mittlerweile vergriffen ist, beinhaltete circa 8000 Datensätze, die 2. Auflage umfasst mehr als 22.000 Eintragungen, woraus ersichtlich ist, dass umfangreiche Arbeit geleistet wurde."

Dem ist nichts hinzuzufügen.
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