Donnerstag, 20. Januar 2011

Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein, vollständige Ausgabe

.


1947 erschien Hans Falladas Roman über den Widerstand im Nationalsozialismus, kurz vor seinem Tod innerhalb weniger Wochen geschrieben, postum in einer sprachlich geglätteten und inhaltlich gekürzten Fassung.

***
Im Aufbau Verlag erscheint im Februar die ungekürzte Fassung nach dem bislang unveröffentlichten Originalmanuskript.
Die Unterschiede liegen im wesentlichen im Gebrauch von Schimpf- und anderen drgl. Wörtern sowie in der Kürzung z. B. des gesamten 17. Kapitels, um die anfangs affirmative Haltung der "Widerständler" zu den Nazis nicht schildern zu müssen.

***
Ein Berliner Ehepaar wagte einen aussichtslosen Widerstand gegen die Nazis und wurde 1943 hingerichtet. Von ihrem Schicksal erfuhr Hans Fallada aus einer Gestapo-Akte, die ihm durch den Dichter und späteren Kulturminister Johannes R. Becher in die Hände kam. Fieberhaft schrieb Fallada daraufhin im Herbst 1946 in weniger als vier Wochen seinen letzten Roman nieder und schuf ein Panorama des Lebens der normalen Leute im Berlin der Nazizeit: Nachdem ihr Sohn in Hitlers Krieg gefallen ist, wollen Anna und Otto Quangel Zeichen des Widerstands setzen. Sie schreiben Botschaften auf Karten und verteilen sie in der Stadt. Die stillen, nüchternen Eheleute träumen von einem weitreichenden Erfolg und ahnen nicht, dass Kommissar Escherich ihnen längst auf der Spur ist.

***
Ergänzt wird der Text durch ein Nachwort, Glossar und Dokumente zum zeithistorischen Kontext.

***
Fallada, Hans : Jeder stirbt für sich allein .
Roman . 2011 . 704 S. m. 12 Abb. . 21,5 cm .
Februar 2011 . 978-3-351-03349-1
- Aufbau-Verlag -
GEB 19.95 EUR

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen