Donnerstag, 6. Januar 2011

Lebenshilfe zum neuen Jahr vom "Börsenblatt"

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Ein sehr lesenswerter Artikel von Markus Barth im Börsenblatt endet folgendermaßen:

"Der »Focus« hatte aber noch mehr Menschen zu bieten, um mein verquastes Schluderleben aufzupeppen. Gerlinde Kaltenbrunner zum Beispiel. Die einzige Frau, die 13 Achttausender ohne Sauerstoff bestiegen hat. »Was treibt Menschen zu Höchstleistungen? Wie wecke ich diese Kraft?«, hieß es im Heft.

Haben Sie den kleinen Denkfehler zwischen den beiden Sätzen entdeckt? Richtig: Wer sagt denn, dass ich diese Kraft wecken will? Sollte ich jemals eine solche Kraft in mir entdecken, würde ich sie mit dem stärksten Barbiturat, das ich bekommen kann, ins nächste Jahrtausend wegschläfern. Auf Achttausendern ist es kalt, man muss stundenlang fliegen, bis man erst mal einen findet, und wenn man da ist, kraxelt man tagelang bergauf, denn die meisten Achttausender sind verdammt hoch. Und übrigens: Warum macht Frau Kaltenbrunner das ohne Sauerstoff? Ist das eine Leistung? Wenn die Luft dünn ist, dann nimm dir was zum Atmen mit, Gerlinde! Wenn ich ohne Wasserflasche in die Wüste reite, gelte ich doch auch nicht als Bezwinger der Natur­gewalten, sondern als schlecht vorbereiteter Depp!

Deshalb meine Erkenntnis zum neuen Jahr: Wenn sich meine Wünsche nicht erfüllen, kann es natürlich sein, dass ich nicht hart genug dafür gekämpft, nicht fest genug daran geglaubt oder zu oft in der Nase gebohrt habe. Vielleicht habe ich mir aber auch einfach nur Unsinn gewünscht."

Insofern: Allen Blog-Lesern zum Fest der Heiligen Drei Könige: Ein gutes 2011 ohne Astronatuen und Achttausender!
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