Dienstag, 27. März 2012

Antiquariatsszene im Wandel


Das Börsenblatt berichtet über einen Blog Post im FAZ-Blog:

"Und noch ein Abschied dieses Jahr: Das Göttinger Antiquariat schließt im Herbst seine Pforten; der aktuelle Katalog Altertumswissenschaft, lange vor der üblichen Zeit (Ostern) schon im Februar erschienen, ist der letzte seiner Art. Man ist in der Mauerstraße nie ganz auf den Online-Zug aufgesprungen; die dicken Kataloge mit ihren kleinen, oft erheiternden Fehlzuordnungen blieben das Markenzeichen des Teams, das in Ehren ergraut ist. […]
Die Klage über den Verlust ist biographisch motiviert; rational und selbstkritisch betrachtet klingt sie etwas hohl. Denn außer im Göttinger Antiquariat war ich eingestandenermaßen schon lange in keinem dieser Geschäfte mehr, durch Amazon, ZVAB und Booklooker längst des Zeitaufwands enthoben, den ein gründlicher Antiquariatsbesuch bedeutet. Und auch der Dreiklang der Gefühle bei Stöbern wird wenig vermißt: Was man sucht, ist nicht da, dafür gibt es unverhoffte Glücksfunde, doch dann geht das innere Abwägen los: Kann ich mir das jetzt leisten, brauche ich es je? Und ist es weg, wenn ich warte? Im weltweiten virtuellen Antiquariat gibt es wenige Bücher nur einmal, man kann warten."

Der komplette Eintrag hier.

Logo des Göttinger Antiquariats

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