Dienstag, 10. April 2012

Monokultur im Buchregal


Das Börsenblatt meldet:

05.04.2012Gastspiel

Was bleibt, ist Monokultur

Warum das Buch ohne Preisbindung nur verlieren kann – und der Mensch auch. Von Catalin Dorian Florescu.

Die wichtigste Bindung in der Literatur ist die des Lesers an das Buch, aber gleich danach kommt die Preisbindung. Schaffen wir es, Autoren und Verleger, uns ein treues Publikum aufzubauen, für das unsere Bücher die Welt bedeuten, so ist das ein wahrer Schatz. Aber der Markt ist überflutet mit Büchern, viele uninspiriert, banal, überflüssig. Das Papier wehrt sich nicht, es erträgt alles, was der Mensch ihm aufbürdet.

Ist es also nicht wünschenswert, dass der Markt schrumpft, durch die Freigabe des Buchpreises? Dass vieles ungedruckt und unverlegt bleibt? Ja, wenn es nur jener überflüssige Teil wäre. Aber der ist es gerade nicht, der leidet, wenn mit dem Preis eines solchen Kulturgutes wie auf dem Bazar spekuliert wird. Solche Literatur – und ein paar Bestsellerautoren – werden sich immer behaupten. Sterben wird der kleine Verlag, die kleine Buchhandlung, das "kleine" Buch, auch wenn die Literatur, die darin steht, groß ist.

Der ganze Artikel hier.


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