Mittwoch, 18. Juli 2012

Jeden Tag Weihnachten...

Es gibt manche Umstände, die einen Beruf ausübenswert machen, oder die nachträglich den Grund liefern, warum man ihn überhaupt ergriffen hat. Einer dieser Gründe ist das (fast) tägliche Auspacken von Bücherpaketen, wie es Kollege Rainer Friedrich Meyer beschreibt:

Ein Buch kommt an!

18. Juli 2012 Das Entpacken eines Buches erinnert jedesmal an die Kindheit, an Wundertüten, trotz der durch das Internet vermehrten Bebilderei: das wirkliche Buch ist etwas ganz Anderes als seine Abbilder.
    Was also tun der Sammler bzw. der Antiquar, wenn der Postmann geklingelt, den Weg gefunden und das hoffentlich wohlverpackte Paket in die besorgten Hände gelegt hat? Genau, es öffnen, sich durch die Mengen Klebeband schneiden, ohne den Inhalt zu gefährden, geschweige zu verletzen. Das heißt vorsichtiger sein als der berühmte Bibliothekar, selig, der einer Sendung mit einem Druck der Bremer Presse voller Ungeduld mit einem Teppichmesser zu Karton rückte und prompt den Buchdeckel ritzte. Nach Abstreifen der äußeren Umhüllung wenden sich die gespannten Hände der inneren zu, der Wellpappe oder Noppenfolie, danach dann, Rechnung schnell beiseite gelegt, sie könnte die Freude verderben, die letzte Tarnung beseitigt, das Papier.
    Selbstverständlich hoffe ich, hoffen wir alle, daß wir nun nicht enttäuscht werden, sondern positiv überrascht: der Einband besser als durch die Beschreibung vermutet, das Buchinnere sauber und frisch, wie vom Drucker, keine störenden Fischgräten oder ähnliche, zu Lesezeichen zweckentfremdete Gegenstände zwischen den Seiten.

Der komplette Beitrag hier.


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