Freitag, 12. April 2013

Nachdenken über den Besitz des Textes

Im aktuellen Börsenblatt denkt Michael Schikowski über die "Dialektik des Digitalen" nach.

Wer ein Buch besitzt, der hat es in der Hand (oder im Regal), und es bedarf schon schlimmer Umstände, um es gegen ihren/seinen Willen zu beseitigen.

Beim E-Book ist das anders: Je nach dem, wo es sich tatsächlich befindet (auf dem Reader oder einem fremdgesteuerten Server) kann ein "Buch" plötzlich weg sein:

Die Begriffe, die wir uns im Umfeld der Digitalisierung arglos zu gebrauchen angewöhnt haben, sind vielleicht schon längst dabei, uns und auch die Kunden zu foppen. Nicht alles, was man auf dem Reader hat, ist auch wirklich drauf, das E-Book ist gar kein Buch − und nun ist das, was man so landläufig als Eigentum versteht, nichts weiter als ein mehr oder weniger fragiler Zugang.

Ich möchte meine Bücher nach wie vor als haptisches Erlebnis...

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