Dienstag, 19. November 2013

Pressemitteilung zum Landestreffen der Theater- und Orchesterfördervereine Mecklenburg-Vorpommern

Aus Sorge um die Zukunft der Theater und Orchester haben sich am gestrigen Montag (18. 11. 2013) Theater- und Orchesterfördervereine in Schwerin getroffen, um die aktuelle Situation zu diskutieren.

Wir sehen in der gesamten Debatte um die Theater- und Orchesterstruktur M-V eine falsche Herangehensweise: Nicht Finanzen, sondern Inhalte, Kulturentwicklung und Visionen für unser Bundesland gehören in den Vordergrund. In unserer Vision sollte M-V ein Tourismus-, Gesundheits-, Kultur- und Innovationsland werden, wobei wir einige der Ziele, die sich gegenseitig bedingen, bereits erreicht haben. Handlungsbedarf besteht insbesondere in den Bereichen Kultur und Innovation.

Wir verschließen uns finanziellen Aspekten nicht, aber sie haben eine dienende Funktion.

Kultur und damit Theater und Orchester sind Lebensmittel, sie sollten standortnah angeboten werden.

Die Fördervereine haben vereinbart sich stärker zu vernetzen und zu kooperieren. Für uns liegt die Zukunft der Theater und Orchester in der Kooperation. Kooperation kann und sollte auch über die Landesgrenze hinaus gedacht werden.

Als Fördervereine unterstützen wir sowohl die Optimierung der Prozesse in den einzelnen Theaterhäusern als auch das bürgerschaftliche Engagement des Theaterpublikums, dem wir uns in besonderer Weise verbunden fühlen.
Wir fordern die stärkere Einbindung der Theater- und Orchesterfördervereine in den weiteren Diskussionsprozess der Landesregierung. Die 700.000 Theaterbesucher wurden in den geplanten Reformprozess bisher nicht entsprechend ihrer Bedeutung einbezogen.

Das brennendste aktuelle Problem ist die Unsicherheit für die Theater- und Orchesterplanung der kommenden zwei Jahre. Es besteht keine Planungssicherheit, da die Landesregierung ihre Absichten noch im Unklaren lässt. Wir meinen: Über Finanzkürzungen dürfen keine Strukturentscheidungen getroffen werden.

Wir erwarten, dass die Landesregierung die Basis dafür schafft, dass die Theater und Orchester in ausreichender Weise ihre Angebote an das Publikum richten können. Dazu gehört auch unsere Forderung nach sofortiger Dynamisierung der Finanzausstattung. Wir verstehen nicht, weshalb das erst ab 2020 geschehen soll, obwohl derzeit die Finanzquellen kräftig sprudeln.
Auf Antworten und Lösungen zu den aufgeworfenen Fragen zielt das Engagement der Mitglieder der Fördervereine. Daher haben wir vereinbart uns im Dezember erneut zu treffen.

Unterzeichner/innen
Theater- und Orchesterfördervereine der Bühnen
Barth
Greifswald
Putbus
Rostock
Schwerin
Stralsund
Neubrandenburg
Neustrelitz

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