Montag, 6. Januar 2014

Neues von der Gymnasialbibliothek in Stralsund

Extremer Kostenanstieg bei der Reinigung der Schimmel-Bücher aus dem Stralsunder Stadtarchiv: Statt 110 000 Euro, die im vergangenen Jahr für die Säuberung der im Stadtarchiv vernachlässigten Preziosen veranschlagt worden waren, hat die Rettung der ersten knapp 30 000 Bände bereits jetzt eine Viertelmillion Euro gekostet. Für dieses Jahr hat die Stadtverwaltung weitere 250 000 Euro eingeplant. Mit diesem Betrag sollen die nächsten 25 000 Bücher gereinigt werden.
[...]Unwiederbringlich aus dem Stadtarchiv verschwunden sind unterdessen 585 Bände der rund 6200 Exemplare umfassenden historischen Gymnasialbibliothek. Seit dem umstrittenen Verkauf dieses besonders wertvollen Bestandes im Sommer 2012 an einen privaten Antiquar für damals 95 000 Euro konnte die Stadt den Großteil der Werke mit einem Zug zurückerwerben. Zuletzt schickte ein Antiquar 45 Bände freiwillig zurück. 18 weitere stöberten die Mitarbeiter des Stadtarchivs auf dem freien Markt wieder auf.
Deshalb ermittelt die Staatsanwaltschaft Stralsund weiter gegen die frühere Archivchefin Dr. Regina Nehmzow wegen des Verdachts der Untreue. Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Ralf Lechte sollen die Ermittlungen in etwa vier Wochen abgeschlossen sein. Dann will die Behörde verkünden, ob Anklage erhoben wird.
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Benjamin Fischer


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