Mittwoch, 16. April 2014

Neues von der Stralsunder Gymnasialbibliothek


Plötzlich geht's!

Jahrelang geschah nichts im Stralsunder Archiv; Bücher verrotteten, Akten und Unterlagen verschimmelten. Keine Eingabe der Archivleitenden nutzte - wie übrigens auch in Greifswald ist das Stralsunder Archiv den Stadtoberen immer zu unwichtig gewesen, um etwas gegen den Vefall zu unternehmen.

Aber jetzt: Um aus den Negativschlagzeilen herauszukommen, macht die Stadt alles - selbst Geld locker. Gut so!

Aber warum nicht schon früher?

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Stralsund

Stadt steckt zehn Millionen Euro in Erhalt von Archiv-Schätzen

Dies kündigte Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) gestern während der Rückgabe eines wertvollen Druckes mit Werken des Astronomen Johannes Kepler (1571-1630) an.
Demnach fließen zunächst vier Millionen Euro in den Umbau der einstigen NVA-Nachrichtenzentrale auf der Schwedenschanze zu einem geeigneten Depot. Fünf weitere Millionen Euro werden für die Sanierung des Stadtarchivs im Johanniskloster veranschlagt, das im Oktober 2012 wegen Schimmelbefalls geschlossen worden war. Eine Million soll schätzungsweise die Reinigung der verschimmelten Bücher kosten.
[...]Nach der anschließenden Sanierung der Archivräume im Johanniskloster soll der gestern zurückgekehrte Kepler-Druck dort ausgestellt werden. Obwohl die Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert erst zwischen den Jahren 2009 und 2013 für 1,8 Millionen Euro saniert worden ist, waren die Räume für die Lagerung derart historisch wertvoller Bücher und Drucke nie geeignet. Gutachter vom Leipziger Zentrum für Bucherhaltung hatten bereits Ende 2012 festgestellt, dass weder die optimale Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 55 Prozent, noch eine geeignete Raumtemperatur von 18 Grad erreicht wurden.
[...]
Der Schimmel-Skandal war im Zuge des heimlichen Verkaufs der zuletzt knapp 6000 Bände umfassenden Gymnasialbibliothek öffentlich geworden.

Der ganze Artikel hier.


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