Montag, 4. August 2014

Lieb ist ein Feur!


Am Freitag ging im Rahmen der Opernale 2014 die Premiere von „Ist Lieb ein Feur“ im Schloss Griebenow über die Bühne. Das Stück von Ulrich Frohriep nach einem Roman von Hans-Jürgen Schumacher mit einem Libretto von Henriette Sehmsdorf und der Musik von Doreen Rother wurde mit wenigen Gegenständen effektvoll ausgestattet von Tom Hornig (Bühne), Martina Hörz (Maske) und Stefanie Gruber (Kostüme). Vor (natürlich) ausverkauftem Haus standen Susanne Gross als Sibylla, Barbara Ehwald (Sopran) als Frau und Lars Grünwoldt (Bariton) als Mann auf der Bühne; am Cembalo und am imaginären Dirigentenpult saß und stand Benjamin Saupe, den Zink spielte Beate Bugenhagen.
Um es gleich zu sagen: Es war ein rundum gelungener Abend mit einer sehr guten Inszenierung, ausgezeichneter gesanglicher und schauspielerischer Leistung sowie einem exzellenten musikalischen Anteil. Hin und wieder mussten zwar belehrende expositorische Texte gesprochen werden, auf die man gut hätte verzichten können, aber die Verbindung von Drama und Rezitation Schwarzscher Gedichte war hervorragend. Drei Gegenstände (eine spanische Wand, ein multifunktional zu verwendendes Kastenbett sowie ein Hocker, der Lese- und Betpult und Schreibtisch sein konnte) eröffneten eine ganze (Bühnen-) Welt. Hinzu kamen noch ein immer länger werdendes Lebensband, ein paar Blätter, Steine, ein Teppich, der aus der Croy-Familie hätten kommen können, und fertig war die Ausstattung. Den Rest – und so soll gutes Theater sein – machten die schauspielenden, singenden und musizierenden Menschen auf der Bühne. Barbara Ehwald mit ihrem modulationsfähigen Sopran und Lars Grünwoldt mit stimmigem Bariton spielten unaufgeregt mehrere Rollen, Benjamin Saupe am Cembalo zeigte, was über frühbarocke Musik hinaus ein Cembalo in der Lage ist zu leisten.
Ich anempfehle dem werten Publikum den Besuch aufs höchste! Die nächsten Termine verstecken sich auf der Opernale-Seite hinter dem Knopf „Karten online“.
Dramaturgie: Catrin Darr – Regie- und Produktionsassistenz: Franziska Huhn – Projektleitung: Hans-Henning Bär – Technische Einrichtung: Helge Tietze – Büro und Öffentlichkeitsarbeit: Sabine Petters, Uta Schiebel, Sebastian Götz.


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