Donnerstag, 14. April 2016

Lokales


Gestern dachte ich, es habe ein neuer Stil Einzug gehalten in die Greifswalder Redaktion der Lokalzeitung. Nicht der ergrauende, unironische Pseudo-Böhmi der Fraktion mit seinem Schmäh-Journalismus (immer in Frageform, immer im Konjunktiv und ohne Quellen: "Der Politikwissenschaftsstudent führte die Piraten 2015 in das Vier-Parteien-Bündnis mit Linken, SPD und Grünen, dem die Ablösung der CDU an der Spitze der Stadt gelang. Rodatos arbeitet jetzt für die Partei von Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne). Allerdings nicht im Rathaus, sondern für die Landtagsfraktion. „Ich bin nicht Mitglied der Grünen, nur angestellt“, betont er. Rodatos ist bis Oktober Referent für den parlamentarischen Untersuchungsausschuss Werften. Dass die Stelle eine Belohnung für die Unterstützung Fassbinders war, weist Rodatos zurück"), sondern der am Theater und in der Bürgerschaft so beliebte "frische Wind" schien durch die Redaktion zu wehen. Nicht das Niedermachen von Personen, sondern die Geschehnisse schienen den Artikel zu bestimmen: "XY nahm es damit nicht ganz so genau", "Als XY zu seinem Platz zurückging, rief ihm jemand „Thema verfehlt“ zu", "Kollektive Resonanz erfuhr auch XY. Der sonst eher zurückhaltende XY-Politiker ging nach der Pause zum Mikro", "könnte sich ja mal ein Beispiel an der Versorgung in Pasewalk nehmen, so XY".

Schön, dachte ich.

Heute morgen wurde ich dann wach:





Schade eigentlich.

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