Montag, 25. Juli 2016

Perlen der Lokalpresse


Der heutigen OZ konnten wir folgenden wunderbaren Untertitel entnehmen:





Ich finde es grandios, dass die Rundumversorgung der Touristen mit Events durch die Kurverwaltung so weit geht, dass sie, um eine echte Urlaubsatmosphäre zu schaffen, die mit anderen Seebädern und sonstigen Lieblingsaufenthalten deutscher Reisender vergleichbar wird, extra einen Taschendieb stellt, der, vermutlich in der Kleidung der Kaiserzeit, freundlich, aber aktiv auf den Umstand aufmerksam macht, dass man auf seine Sachen aufpassen soll.

Oder wie sonst soll ich verstehen, dass Zinnowitz einen Taschendieb stellt?

Beim Lesen des zweiten Satzes tut sich mir das Bild eines großen Haufens von Kindern auf, der sich am Strand der Kaiserbäder auftürmt. Das eigene Kind ist dann in der Regel das unterste...

Die Steigerung der Kinderablage im Ball-Room bei IKEA.

Den letzten Satz werden mir die ärgerlichen Retter sicherlich selbst noch erklären.




Dienstag, 5. Juli 2016

Neuerscheinung zur Paludikultur


Paludikultur - Bewirtschaftung nasser Moore .  
Klimaschutz - Biodiversität - regionale Wertschöpfung .   Hrsg. v. Wendelin Wichtmann, Christian Schröder u. Hans Joosten .   2016 .   VIII, 272 S.   m. 153 Abb. u. 109 Tab. .   28 cm .  
978-3-510-65282-2
 - Schweizerbart'sche Verlagsbuchhandlung -  
GEB        59.90 EUR       
    







Die globale Moorfläche beträgt geschätzte 4 Millionen km². 15% davon befinden sich in der gemäßigten Zone und den (Sub)Tropen und sind entwässert, 80% davon für konventionelle Land- und Forstwirtschaft. Die Entwässerung von Mooren führt stets zu irreparablen Schäden. Moorsackung und Degradation des Moorbodens gefährden die langfristige Nutzbarkeit und sind zudem für ca. 6% der anthropogenen Treibhausgasemissionen weltweit verantwortlich. Durch Wiedervernässung können Bodendegradation und Treibhausgasemissionen stark reduziert werden; solche Moorflächen können jedoch nicht mehr konventionell bewirtschaftet werden. Mit der Paludikultur wird nun ein Konzept zur nachhaltinge Bewirtschaftung nasser und wiedervernässter Moore angeboten. Der vorliegende Band beschreibt dieses neue Landnutzungsverfahren, das ermöglicht, aktiv Biomasse zu produzieren und zusätzlich eine Vielzahl von Ökosystemleistungen zu reaktivieren bzw. zu erhalten. Biomasse aus nassen Mooren kann vielfältig verwertet werden: als Energieträger und Baustoff aber auch als Futter, Lebensmittel sowie als Grundstoff für Arzneimittel. Die Ökosystemdienstleistungen verschiedener Nutzungsformen werden mit der Paludikultur verglichen, bewertet, Verwertungsoptionen präsentiert und rechtliche Aspekte der Paludikultur betrachtet. Neben der Überprüfung der Wirtschaftlichkeit ausgewählter Paludikulturverfahren werden Vorschläge zur Gestaltung von Paludikulturflächen gemacht, Hinweise für das Vorgehen bei der Änderung der Nutzung von Moorflächen gegeben und Erfahrungen bei der Umsetzung von Paludikultur weltweit vorgestellt. Die Entwicklung der Moornutzung, ihre zunehmende Intensivierung und damit einhergehende Degradierung werden, bis hin zu Paludikultur als alternative standortangepasste Nutzung, dargestellt. Die Autoren präsentieren umfassende Informationen sowohl für Praktiker und Wissenschaftler als auch Entscheider in Politik, Verwaltung und Natur- und Landschaftsschutz. Sie vermitteln die Grundlagen einer standortangepassten Moorbewirtschaftung und empfehlen, Paludikultur, als einzige nachhaltige Bewirtschaftungsmethode organischer Böden, großflächig weltweit umzusetzen. Auch als englische Ausgabe erhältlich: Paludiculture - productive use of wet peatlands