Samstag, 15. April 2017

Ja, nee, is' klar!

In der heutigen OZ finden wir einen Artikel, der Donald Trump in seiner Ablehnung der Presse vermutlich bestärken wird - alles tendenziös und nicht zu gebrauchen, twittert der amerikanische Präsident.

Die Überschrift lautet:

Heimlicher Raucher löst Brand aus

Was ist geschehen? Feuer in einer Herrenumkleide des Universitätsklinikums: Die Wäsche brennt! Die Feuerwehr rückt aus, der Brand kann ohne Evakuierung des Klinikums gelöscht werden. Gut gemacht! Die Feuerwehr hat ihren Job prima erledigt:
Die Greifswalder Berufsfeuerwehr musste am Mittwochabend gegen 20.30 Uhr ausrücken, um ein Feuer in der Universitätsmedizin zu löschen. Im Kellerbereich der Kinderklinik brannten Textilien, wodurch es zu einer starken Rauchentwicklung kam. Die Feuerwehrleute wurden der Lage schnell Herr und löschten das Feuer mit Pulver.
Dann kam die Polizei und fand Zigarettenkippen und eine Schachtel Zigaretten. Das gesamte Klinikum ist natürlich Nichtraucherbereich, auch die Umkleiden.
„Da hat ein Mitarbeiter wohl seine Sucht nicht unter Kontrolle gehabt“, meint [Polizeisprecher Axel] Falkenberg.
Völlig klar ist, dass die Raucher ihre Kippen in der frischen Wäsche ausdrücken - kennt jeder Raucher, machen sie alle so. Oder? Denn wie sonst solle man zu der oben genannten Überschrift kommen! Raucher, bekennt es endlich: Ihr Schweine schmeißt Eure Kippen immer in die frische Wäsche! Schämt Euch! Drückt sie zukünftig in den Schuhen des Spindnachbarn aus, aber nicht mehr in der frischen Wäsche!

Aber vielleicht war es ja auch ganz anders, und Trump hätte recht mit seinem Presse-Verdikt?

Etwas weiter unten heißt es:
Zunächst hatte man aber auch nicht ausgeschlossen, dass sich die Wäsche selbst entzündet hatte. „Was sich für Außenstehende wie ein Witz anhört, kommt in Deutschland sehr viel häufiger vor als man glaubt“, versichert der Polizeisprecher. So habe eine Studie der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel/Gastgewerbe ergeben, dass es im Zeitraum von 2004 bis 2016 in der Bundesrepublik insgesamt 43 Fälle gab, wo sich Wäsche tatsächlich selbst entzündet habe. „In zwei dieser Fälle war sogar der Wischmopp der Brandverursacher“, erklärt Falkenberg. Er verweist darauf, dass in MV ein Fall dabei war und letztlich daraus ein riesiger Dachstuhlbrand resultierte.
Die Selbstentzündung entstünde, so erläutert er, wenn sich in der – meist noch warmen, weil aus dem Trockner kommenden – Wäsche noch Rückstände von ungesättigten Fettsäuren befänden . Trotz des Waschens lösen sich solche Rückstände oft nicht ganz aus der Wäsche. Bei jeder neuen Benutzung der Textilien kämen weitere Rückstände dazu. „Wenn diese ungesättigten Fettsäuren dann mit Sauerstoff reagieren, kann es tatsächlich zur Selbstentzündung und zum Brand kommen“, so der Polizeisprecher, der deswegen extra noch einmal mit Spezialisten Rücksprache gehalten hat.
 Ist aber natürlich in diesem Falle unwahrscheinlich, da Raucher immer ihre Kippen... siehe oben.

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